E.ON plant den Bau von Atomkraftwerken in Großbritannien

 

E.ON hat angekündigt, in Großbritannien zwei Atomkraftwerke bauen zu wollen. Der deutsche Energiekonzern will für die 1.600 MW-Kraftwerke EPR-Reaktoren verwenden, die der französische Konzern Areva entwickelt hat, an dem auch Siemens beteiligt ist. Zudem hat E.ON mit Areva vereinbart, einen Siedewasser-Reaktorytyp der dritten Generation zu entwickeln, der noch sicherer sein soll.
E.ON, das auch eine der größten Offshore-Windparks Großbritanniens errichten will, hat noch nicht bekannt gegeben, wo die Atomkraftwerke entstehen sollen. Paul Golby, der Chef der britischen E.ON, sagte: "Es ist klar, dass eine neue Generation von Atomkraftwerken sicherstellen wird, dass Großbritannien eine sichere und verlässliche Energiequelle mit niedrigen CO2-Emissionen für die Zukunft haben wird. E.ON steht an der Spitze dieser Pläne."
Vermutet wird, dass auch RWE am Bau eines Atomkraftwerks in Großbritannien interessiert sein könnte. RWE und Vattenfall könnten zudem beabsichtigen, British Energy, den Betreiber von acht britischen Atomkraftwerken, zu übernehmen und damit ganz groß in den Atomenergiebereich einzusteigen. British Energy, zu 35 Prozent Eigentum des britischen Staates, aber stößt auch auf das Interesse des französischen Atomkonzerns EDF, der möglicherweise zusammen mit dem britischen Energiekonzern Centrica selbiges vorhat.

Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung - 21. Mrz.2008